Ziele
meritus zeichnet Organisationen aus, die Diversity Management in der Dimension "sexuelle Orientierung" leben. meritus richtet sich an Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnen in Unternehmen, Öffentliche Stellen und NGOs.
„meritus - lesbisch schwul ausgezeichnet“ wird seit 2009 jedes zweite Jahr von den Queer Business Women (www.queer-business-women.at) und den austrian gay professionals (www.agpro.at) gemeinsam durchgeführt.
Das Projekt wird durch österreichische Unternehmen, den Bund, Länder, Sozialpartner und andere Organisationen unterstützt.
Konkrete Ziele des meritus
- gesteigerter Respekt, Toleranz und Wertschätzung in Unternehmen
- Enttabuisierung von homosexuellen MitarbeiterInnen und Führungskräften
- Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung
- breitere Basis für den Nutzen von Diversität im Erwerbsleben
- Vorbildwirkung für Unternehmen, die Vorbehalte haben in der Umsetzung
von Diversity Maßnahmen im Bereich "sexuelle Orientierung"
- gesteigerte Sichtbarkeit von Unternehmen, die bereits Initiativen setzen
Warum braucht es den meritus?
In sämtlichen Bereichen des Erwerbsprozesses sind lesbisch und schwul lebende Menschen anzutreffen. Die Wirtschaft in Österreich ist in nicht ausreichender Weise auf diese KundInnen und MitarbeiterInnen vorbereitet. Langfristig wird es nicht leistbar sein auf diese Zielgruppen, mit ihren individuellen und kollektiven Bedürfnissen, zu verzichten. Ausgehend von der Schätzung, dass ca. 5 - 10 Prozent der Bevölkerung eine andere als eine heterosexuelle Identität aufweisen, wird sichtbar, welches Marktpotenzial bis dato völlig unbemerkt blieb und welche unglaublichen Chancen die Einbindung dieser KundInnen für die Wirtschaft birgt.
Die sexuelle Orientierung ist keineswegs ein diskretes „Hobby“, sondern beeinflusst sämtliche Lebensbereiche und so auch den Arbeitsbereich. Diskriminierende Mechanismen bzw. das Fehlen einer die Vielfalt wertschätzenden Unternehmenskultur führen zu ausschließenden Situationen und kosten nicht nur die Wirtschaft Geld. Der Preis, den die Betroffenen zahlen, ist mitunter hoch: Mobbing, Anpassungsdruck bis hin zur Verleugnung der Identität oder das Phänomen der „gläsernen Decke“ erschweren der LGBT-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) das Erwerbsleben nach wie vor. Schätzungen zufolge sind lediglich 14 Prozent der lesbischen Frauen und schwulen Männer am Arbeitsplatz „out“.
Die wirtschaftliche Realität führt vor Augen, dass es zur Zeit keine Anreizsysteme für Organisationen gibt, Aspekte der sexuellen Orientierung in ihre Kulturen, Leitbilder etc., zu integrieren. Unsere Erfahrung in der Arbeit mit ArbeitgeberInnen zeigt, dass das Interesse am Thema zwar steigt, die Notwendigkeit aber noch unklar ist bzw. das Wissen über konkrete Umsetzungsmaßnahmen überhaupt fehlt.
Durch ein öffentlichkeitswirksames Instrument soll ein Anreiz geboten werden, sich mit dem Thema näher zu befassen und in weiterer Folge konkrete Maßnahmen zu setzen. Die Ausschreibung einer Auszeichnung wurde dafür als adäquates Mittel gewählt. Es geht darum, Organisationen auszuzeichnen, die in diesem Sinne agieren und Diversity Management in der Dimension „sexuelle Orientierung“ leben.
meritus Preisauszeichnung – Statue von Dr. Kurt Straznicky
Der Künstler Dr. Kurt Straznicky, lehrend an der Akademie der Bildenden Künste, gestaltet die Statue, die anlässlich der Preisverleihung der / dem GewinnerIn überreicht wird. Die Statue stellt ein weiteres Symbol für Toleranz dar und ist ein sichtbares Zeichen gegen Ausgrenzung im Erwerbsleben.
