Ehrenschutz

KommR. Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien
"Unterschiedliche Lebensstile und Werthaltungen zu tolerieren und ihnen respektvoll gegenüber zu treten gehört zu den Grundregeln einer zivilisierten Gesellschaft. Wer Vielfalt als Bereicherung sieht, kann auch die Potenziale nutzen, die sich daraus ergeben. Auch die sexuelle Orientierung eines Menschen ist eine Dimension seiner Persönlichkeit, die es zu respektieren gilt. Homosexuelle Menschen mit all ihren Fähigkeiten und mitunter besonderen Begabungen sind Teil jener Vielfalt, die unsere Gesellschaft stark und unsere Wirtschaft erfolgreich macht. Um ihnen Chancengleichheit zu garantieren, braucht es ein Klima der Offenheit, in dem Vorurteile und Diskriminierung keinen Platz haben. Ich unterstütze den meritus, weil die Initiative ein wichtiger Schritt für die konsequente Gleichberechtigung der Menschen in allen Lebensbereichen ist. Als Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien kommt mir dabei auch eine besondere Verantwortung zu. Wien ist nicht nur das Bundesland mit den meisten Unternehmen - rund 110.000 in Summe - Wien ist auch das Bundesland mit den meisten homosexuellen Menschen. Die gesellschaftlichen und kulturellen Einrichtungen der 'Community' sind längst zu einem fixen Teil der Stadt und des Lebens in der Stadt geworden. Und auch im Wirtschaftsleben wird das Besondere zunehmend wichtiger und bewusst hervorgestrichen. Dafür setze auch ich mich ein."
"Unterschiedliche Lebensstile und Werthaltungen zu tolerieren und ihnen respektvoll gegenüber zu treten gehört zu den Grundregeln einer zivilisierten Gesellschaft. Wer Vielfalt als Bereicherung sieht, kann auch die Potenziale nutzen, die sich daraus ergeben. Auch die sexuelle Orientierung eines Menschen ist eine Dimension seiner Persönlichkeit, die es zu respektieren gilt. Homosexuelle Menschen mit all ihren Fähigkeiten und mitunter besonderen Begabungen sind Teil jener Vielfalt, die unsere Gesellschaft stark und unsere Wirtschaft erfolgreich macht. Um ihnen Chancengleichheit zu garantieren, braucht es ein Klima der Offenheit, in dem Vorurteile und Diskriminierung keinen Platz haben. Ich unterstütze den meritus, weil die Initiative ein wichtiger Schritt für die konsequente Gleichberechtigung der Menschen in allen Lebensbereichen ist. Als Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien kommt mir dabei auch eine besondere Verantwortung zu. Wien ist nicht nur das Bundesland mit den meisten Unternehmen - rund 110.000 in Summe - Wien ist auch das Bundesland mit den meisten homosexuellen Menschen. Die gesellschaftlichen und kulturellen Einrichtungen der 'Community' sind längst zu einem fixen Teil der Stadt und des Lebens in der Stadt geworden. Und auch im Wirtschaftsleben wird das Besondere zunehmend wichtiger und bewusst hervorgestrichen. Dafür setze auch ich mich ein."
Rudolf Hundstorfer, Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz
"Sozial orientiertes unternehmerisches Handeln bedeutet nicht nur den Fokus auf Effizienz und wirtschaftliche Gewinnmaximierung zu legen, sondern auch gesellschaftliche Realitäten, die in der eigenen Belegschaft abgebildet sind, wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Die Gesellschaft von heute ist von Vielfalt geprägt. Eine zeitgemäße Unternehmensführung muss sich folglich mit allen Dimensionen von Vielfalt wie beispielsweise Gender, Alter, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft, Religion oder Behinderung auseinandersetzen und die soziale Integration innerhalb des Unternehmens fördern. Nur in einem diskriminierungsfreien Arbeitsumfeld können die MitarbeiterInnen ihre unterschiedlichen Potenziale vollständig und frei entfalten. Als Arbeits- und Sozialminister setze ich mich auf politischer Ebene für Diversity und die Gewährleistung von Chancengleichheit ein und unterstütze auch Initiativen von Unternehmen in diesem Bereich. Daher habe ich auch heuer wieder gerne den Ehrenschutz für den meritus Unternehmenpreis übernommen."
"Sozial orientiertes unternehmerisches Handeln bedeutet nicht nur den Fokus auf Effizienz und wirtschaftliche Gewinnmaximierung zu legen, sondern auch gesellschaftliche Realitäten, die in der eigenen Belegschaft abgebildet sind, wahrzunehmen und zu berücksichtigen. Die Gesellschaft von heute ist von Vielfalt geprägt. Eine zeitgemäße Unternehmensführung muss sich folglich mit allen Dimensionen von Vielfalt wie beispielsweise Gender, Alter, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft, Religion oder Behinderung auseinandersetzen und die soziale Integration innerhalb des Unternehmens fördern. Nur in einem diskriminierungsfreien Arbeitsumfeld können die MitarbeiterInnen ihre unterschiedlichen Potenziale vollständig und frei entfalten. Als Arbeits- und Sozialminister setze ich mich auf politischer Ebene für Diversity und die Gewährleistung von Chancengleichheit ein und unterstütze auch Initiativen von Unternehmen in diesem Bereich. Daher habe ich auch heuer wieder gerne den Ehrenschutz für den meritus Unternehmenpreis übernommen."

Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Öffentlichen Dienst
In unserer Gesellschaft setzt sich nach und nach die Erkenntnis durch, dass Vielfalt Chancen eröffnet und Bereicherung bringt. Auch Unternehmen erkennen zunehmend die Bedeutung von Diversity. Dennoch werden einzelne Bereiche wie Homosexualität viel zu oft tabuisiert und im beruflichen Kontext ausgeklammert. Hier gilt es entgegenzusteuern und Vorbilder aufzuzeigen. Mit der eingetragenen Partnerschaft, in Kraft seit 1.1.2010, konnte in Österreich ein wichtiger Schritt gesetzt werden. Es wurde ein rechtlicher Rahmen für das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare geschaffen. Damit einher gehen etwa eine wechselseitige Beistands- und Unterhaltspflicht, Ansprüche auf eine Hinterbliebenenpension oder Pflegeurlaub bei der Erkrankung einer Partnerin/eines Partners, um nur einige Beispiele zu nennen. Hier sind wir aber noch lange nicht am Ziel angekommen, denn dies kann nur die völlige Gleichstellung sein. Mit dem meritus-Unternehmenspreis werden Unternehmen ausgezeichnet und vor den Vorhang geholt, die das Potential von Vielfalt erkannt haben und nutzen. In diesem Sinne freut es mich besonders, auch heuer wieder den Ehrenschutz für den meritus übernehmen zu dürfen, sage den OrganisatorInnen ein großes Dankeschön und wünsche alles Gute!
In unserer Gesellschaft setzt sich nach und nach die Erkenntnis durch, dass Vielfalt Chancen eröffnet und Bereicherung bringt. Auch Unternehmen erkennen zunehmend die Bedeutung von Diversity. Dennoch werden einzelne Bereiche wie Homosexualität viel zu oft tabuisiert und im beruflichen Kontext ausgeklammert. Hier gilt es entgegenzusteuern und Vorbilder aufzuzeigen. Mit der eingetragenen Partnerschaft, in Kraft seit 1.1.2010, konnte in Österreich ein wichtiger Schritt gesetzt werden. Es wurde ein rechtlicher Rahmen für das Zusammenleben gleichgeschlechtlicher Paare geschaffen. Damit einher gehen etwa eine wechselseitige Beistands- und Unterhaltspflicht, Ansprüche auf eine Hinterbliebenenpension oder Pflegeurlaub bei der Erkrankung einer Partnerin/eines Partners, um nur einige Beispiele zu nennen. Hier sind wir aber noch lange nicht am Ziel angekommen, denn dies kann nur die völlige Gleichstellung sein. Mit dem meritus-Unternehmenspreis werden Unternehmen ausgezeichnet und vor den Vorhang geholt, die das Potential von Vielfalt erkannt haben und nutzen. In diesem Sinne freut es mich besonders, auch heuer wieder den Ehrenschutz für den meritus übernehmen zu dürfen, sage den OrganisatorInnen ein großes Dankeschön und wünsche alles Gute!
Weitere Statements
Mag.a Sylvia Bierbaumer, Abteilungsleiterin V/3 (Gender Mainstreaming, Menschenrechte, CSR, Besuchsbegleitung) im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und meritus Jurymitglied
"Vielfalt stellt für unsere Gesellschaft nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine Ressource dar: Unterschiedliche Lebensweisen, Fähigkeiten und Erfahrungen bringen Kreativität und Innovation hervor. Jeder Mensch kann mit seiner Individualität einen wertvollen Beitrag zu unserem Zusammenleben leisten. Dies gilt für alle Lebensbereiche – also auch im Kontext von Erwerbsarbeit. Hier ist es wichtig, dass Unternehmen die Potenziale ihrer MitarbeiterInnen erkennen und fördern, Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung setzen sowie eine Unternehmenskultur schaffen, in der Respekt, Toleranz und Offenheit gegenüber den Mitmenschen im Vordergrund stehen. Der meritus Unternehmenspreis macht Unternehmen sichtbar, die sich für die Gleichstellung und Wertschätzung ihrer lesbischen und schwulen MitarbeiterInnen einsetzen – und motiviert dadurch auch weitere Unternehmen, sich im Bereich der Diversität und Chancengleichheit zu engagieren."
"Vielfalt stellt für unsere Gesellschaft nicht nur eine Herausforderung, sondern vor allem eine Ressource dar: Unterschiedliche Lebensweisen, Fähigkeiten und Erfahrungen bringen Kreativität und Innovation hervor. Jeder Mensch kann mit seiner Individualität einen wertvollen Beitrag zu unserem Zusammenleben leisten. Dies gilt für alle Lebensbereiche – also auch im Kontext von Erwerbsarbeit. Hier ist es wichtig, dass Unternehmen die Potenziale ihrer MitarbeiterInnen erkennen und fördern, Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung setzen sowie eine Unternehmenskultur schaffen, in der Respekt, Toleranz und Offenheit gegenüber den Mitmenschen im Vordergrund stehen. Der meritus Unternehmenspreis macht Unternehmen sichtbar, die sich für die Gleichstellung und Wertschätzung ihrer lesbischen und schwulen MitarbeiterInnen einsetzen – und motiviert dadurch auch weitere Unternehmen, sich im Bereich der Diversität und Chancengleichheit zu engagieren."
Thomas Klein, Sprudelfabrikant Almdudler
"Oft und viel Lachen,
den Respekt vor Menschen zu haben,
unabhängig ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe und sozialer Herkunft.
Die Zuneigung und das Vertrauen von Kindern zu gewinnen,
sich die Anerkennung seiner Feinde zu verdienen
und den Verrat falscher Freunde zu ertragen.
Schönheit in einfachen Dingen zu sehen
und in anderen Menschen das Gute zu erkennen.
Wenn man die Welt verlässt,
sie ein wenig besser zurück lassen,
zB. Durch die Behebung sozialer Missstände.
Das Alles wünsche ich mir!
Ich gratuliere, dass meritus Bestandteil meiner Wunschliste ist."
"Oft und viel Lachen,
den Respekt vor Menschen zu haben,
unabhängig ihrer sexuellen Orientierung, Hautfarbe und sozialer Herkunft.
Die Zuneigung und das Vertrauen von Kindern zu gewinnen,
sich die Anerkennung seiner Feinde zu verdienen
und den Verrat falscher Freunde zu ertragen.
Schönheit in einfachen Dingen zu sehen
und in anderen Menschen das Gute zu erkennen.
Wenn man die Welt verlässt,
sie ein wenig besser zurück lassen,
zB. Durch die Behebung sozialer Missstände.
Das Alles wünsche ich mir!
Ich gratuliere, dass meritus Bestandteil meiner Wunschliste ist."
Sandra Frauenberger, amtsführende Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal, Wien
"Lesbische, schwule und bisexuelle KollegInnen gibt es in jedem Unternehmen. Dennoch verstecken sich viele von ihnen gerade in der Arbeitswelt und trauen sich nicht, offen in Erscheinung zu treten. Oft ist diese Vorsicht begründet, denn trotz aller gerne lauthals kundgetanen Akzeptanz, findet Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Identität tagtäglich statt. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Homo-, Bi- und Transsexualität zu erhöhen, ist eine Aufgabe auch der Politik, und Wien ist hier österreichweites Vorbild. In der Landesgesetzgebung und auch als Dienstgeberin hat Wien bereits alles getan, um Diskriminierungen seltener werden zu lassen und arbeitet mit der österreichweit ersten Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebnensweisen (WASt) kontinuierlich weiter daran, den Arbeitsplatz für alle Menschen zu einem Ort der Entfaltung und Sicherheit zu machen. Unternehmen können vieles tun, um allen ihren MitarbeiterInnen die Akzeptanz nicht nur leitbildmäßig zu versprechen, sondern diese auch tatsächlich zu gewährleisten - und sie müssen das auch tun, denn der Kampf gegen Diskriminierung, das Eintreten für Akzeptanz und Gleichbehandlung besteht aus hunderten kleinen und ganz unterschiedlichen Schritten. Ich freue mich, dass dieses Engagement, das viele Unternehmen bereits vorbildlich leisten, nun verstärkt gewürdigt wird und wünsche dem Meritus sowie der den dafür verantwortlichen Austrian Gay Professionals und Queer Business Women von Herzen alles Gute!"
"Lesbische, schwule und bisexuelle KollegInnen gibt es in jedem Unternehmen. Dennoch verstecken sich viele von ihnen gerade in der Arbeitswelt und trauen sich nicht, offen in Erscheinung zu treten. Oft ist diese Vorsicht begründet, denn trotz aller gerne lauthals kundgetanen Akzeptanz, findet Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Identität tagtäglich statt. Die gesellschaftliche Akzeptanz von Homo-, Bi- und Transsexualität zu erhöhen, ist eine Aufgabe auch der Politik, und Wien ist hier österreichweites Vorbild. In der Landesgesetzgebung und auch als Dienstgeberin hat Wien bereits alles getan, um Diskriminierungen seltener werden zu lassen und arbeitet mit der österreichweit ersten Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebnensweisen (WASt) kontinuierlich weiter daran, den Arbeitsplatz für alle Menschen zu einem Ort der Entfaltung und Sicherheit zu machen. Unternehmen können vieles tun, um allen ihren MitarbeiterInnen die Akzeptanz nicht nur leitbildmäßig zu versprechen, sondern diese auch tatsächlich zu gewährleisten - und sie müssen das auch tun, denn der Kampf gegen Diskriminierung, das Eintreten für Akzeptanz und Gleichbehandlung besteht aus hunderten kleinen und ganz unterschiedlichen Schritten. Ich freue mich, dass dieses Engagement, das viele Unternehmen bereits vorbildlich leisten, nun verstärkt gewürdigt wird und wünsche dem Meritus sowie der den dafür verantwortlichen Austrian Gay Professionals und Queer Business Women von Herzen alles Gute!"
Mag. Norbert Pauser, Bildungswissenschafter und geschäftsführender Gesellschafter der Pauser&Wondrak Diversity Consulting GmbH, Mitglied der meritus Jury
"In der österreichischen Diversity-Praxis sind Diversity-Initiativen in der Dimension "sexuelle Orientierung" nach wie vor rar. Nicht dass die heterosexuelle Orientierung aber ein Tabu wäre. Ganz im Gegenteil - sie ist ja permanent im Gespräch. Eines der häufigsten Argumente gegen die Thematisierung von Homosexualität aber ist, dass das "Privatleben" im Unternehmen "wirklich niemand etwas angeht".
Denken wir einmal darüber nach was diese Einstellung für heterosexuelle Lebensformen bedeuten würde: Tabuthemen wären damit unter Anderem Wochenendaktivitäten, Urlaube, Eheschließungen, Krisen, Scheidung, Kinder, Todesfälle sowie sämtliche Aktivitäten bei denen PartnerInnen in der Regel genannt werden. Es wäre eine ganz merkwürdige Situation für heterosexuelle Menschen, wenn sie all diese Dinge nicht mehr thematisieren dürften. Aber Homosexuelle zwingt man - im Namen des Schutzes der Privatsphäre - nach wie vor dazu.
Vergessen wir nicht: heterosexuelle Menschen müssen sich nicht outen, denn ihre Lebensform wird nicht hinterfragt - geschweige denn in Frage gestellt. Sie ist schlicht allgegenwärtig."
"In der österreichischen Diversity-Praxis sind Diversity-Initiativen in der Dimension "sexuelle Orientierung" nach wie vor rar. Nicht dass die heterosexuelle Orientierung aber ein Tabu wäre. Ganz im Gegenteil - sie ist ja permanent im Gespräch. Eines der häufigsten Argumente gegen die Thematisierung von Homosexualität aber ist, dass das "Privatleben" im Unternehmen "wirklich niemand etwas angeht".
Denken wir einmal darüber nach was diese Einstellung für heterosexuelle Lebensformen bedeuten würde: Tabuthemen wären damit unter Anderem Wochenendaktivitäten, Urlaube, Eheschließungen, Krisen, Scheidung, Kinder, Todesfälle sowie sämtliche Aktivitäten bei denen PartnerInnen in der Regel genannt werden. Es wäre eine ganz merkwürdige Situation für heterosexuelle Menschen, wenn sie all diese Dinge nicht mehr thematisieren dürften. Aber Homosexuelle zwingt man - im Namen des Schutzes der Privatsphäre - nach wie vor dazu.
Vergessen wir nicht: heterosexuelle Menschen müssen sich nicht outen, denn ihre Lebensform wird nicht hinterfragt - geschweige denn in Frage gestellt. Sie ist schlicht allgegenwärtig."
Martha Schultz, Vizepräsidentin der WKÖ
"Als ich gefragt wurde, ob ich als Jurorin für den meritus Unternehmenspreis 2011 zur Verfügung stehe, war ich gleichermaßen erfreut wie stolz. Wer mich kennt weiß, dass mir dieses Thema - auch als Unternehmerin - persönlich am Herzen liegt. Schließlich werden Unternehmen ausgezeichnet, die Diversity Management aktiv leben. Natürlich wäre es schön, müsste ich nicht betonen, wie wichtig die Akzeptanz von lesbisch und schwul lebenden Menschen im privaten und auch beruflichen Umfeld ist. Doch mir ist bewusst, dass in unserer Arbeitswelt dieser Gruppe nach wie vor große Vorbehalte entgegengebracht werden. Im schlimmsten Fall sind die Betroffenen mit Ablehnung bzw. sogar mit offenen Anfeindungen konfrontiert; oder aber das Thema wird aus irrationalen Ängsten überhaupt totgeschwiegen. Hier gibt es noch großen Handlungsbedarf. Unser Leben am Anfang des 21. Jahrhunderts steht im Zeichen der Globalisierung und damit der Vielfalt - kleingeistiges Denken hat da keinen Platz. Viel zu selten werden leider die Chancen erkannt, die sich durch die Einbeziehung von Homosexuellen ins betriebliche Umfeld erzielen lassen. Die Preisverleihung sehe ich da als perfekte Plattform, um das Thema aus der Anonymität herauszuheben und einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Und solange die Akzeptanz von Homosexualität in vielen Unternehmen noch auf Widerstände stößt, ist der meritus Unternehmenspreis ein unverzichtbarer Beitrag zur Entdiskriminierung."
"Als ich gefragt wurde, ob ich als Jurorin für den meritus Unternehmenspreis 2011 zur Verfügung stehe, war ich gleichermaßen erfreut wie stolz. Wer mich kennt weiß, dass mir dieses Thema - auch als Unternehmerin - persönlich am Herzen liegt. Schließlich werden Unternehmen ausgezeichnet, die Diversity Management aktiv leben. Natürlich wäre es schön, müsste ich nicht betonen, wie wichtig die Akzeptanz von lesbisch und schwul lebenden Menschen im privaten und auch beruflichen Umfeld ist. Doch mir ist bewusst, dass in unserer Arbeitswelt dieser Gruppe nach wie vor große Vorbehalte entgegengebracht werden. Im schlimmsten Fall sind die Betroffenen mit Ablehnung bzw. sogar mit offenen Anfeindungen konfrontiert; oder aber das Thema wird aus irrationalen Ängsten überhaupt totgeschwiegen. Hier gibt es noch großen Handlungsbedarf. Unser Leben am Anfang des 21. Jahrhunderts steht im Zeichen der Globalisierung und damit der Vielfalt - kleingeistiges Denken hat da keinen Platz. Viel zu selten werden leider die Chancen erkannt, die sich durch die Einbeziehung von Homosexuellen ins betriebliche Umfeld erzielen lassen. Die Preisverleihung sehe ich da als perfekte Plattform, um das Thema aus der Anonymität herauszuheben und einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Und solange die Akzeptanz von Homosexualität in vielen Unternehmen noch auf Widerstände stößt, ist der meritus Unternehmenspreis ein unverzichtbarer Beitrag zur Entdiskriminierung."
Herbert Tumpel, Präsident der Arbeiterkammer Wien
"Im Berufsleben sollten die fachlichen Kompetenzen ausschlaggebend sein, niemand darf aufgrund von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung diskriminiert werden. Wer die eigene sexuelle Orientierung offen lebt, wird oft ausgegrenzt oder hat deshalb berufliche Nachteile. Homosexuelle Frauen und Männer sehen sich deshalb oft gezwungen, ihre sexuelle Orientierung und Partnerschaft zu tabuisieren. Als Präsident der Arbeiterkammer Wien sehe ich es als meine Aufgabe, Diskriminierungen in der Arbeitswelt entschieden entgegen zu treten. Werden Beschäftigte wegen Homosexualität beruflich benachteiligt, so bietet die Arbeiterkammer Wien rechtliche Unterstützung an, damit dies nicht sanktionslos bleibt. Die Initiative von meritus, Betriebe auszuzeichnen, die sich Homosexuellen gegenüber fair verhalten, ist ein wichtiger Beitrag, um die Öffentlichkeit für Gleichbehandlung zu sensibilisieren. Mit der Übernahme des Ehrenschutzes für den meritus möchte ich ein Zeichen setzen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften respektiert werden."
"Im Berufsleben sollten die fachlichen Kompetenzen ausschlaggebend sein, niemand darf aufgrund von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung diskriminiert werden. Wer die eigene sexuelle Orientierung offen lebt, wird oft ausgegrenzt oder hat deshalb berufliche Nachteile. Homosexuelle Frauen und Männer sehen sich deshalb oft gezwungen, ihre sexuelle Orientierung und Partnerschaft zu tabuisieren. Als Präsident der Arbeiterkammer Wien sehe ich es als meine Aufgabe, Diskriminierungen in der Arbeitswelt entschieden entgegen zu treten. Werden Beschäftigte wegen Homosexualität beruflich benachteiligt, so bietet die Arbeiterkammer Wien rechtliche Unterstützung an, damit dies nicht sanktionslos bleibt. Die Initiative von meritus, Betriebe auszuzeichnen, die sich Homosexuellen gegenüber fair verhalten, ist ein wichtiger Beitrag, um die Öffentlichkeit für Gleichbehandlung zu sensibilisieren. Mit der Übernahme des Ehrenschutzes für den meritus möchte ich ein Zeichen setzen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften respektiert werden."
Dr. Reinhold Mitterlehner, Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend.
"Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dass Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung möglichst bald der Vergangenheit angehören. Wir müssen daher Vielfalt in jeder Hinsicht als Chance und Ressource begreifen. Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Unternehmen erkennen, dass auch personelle Vielfalt einen wirtschaftlichen Erfolgsfaktor darstellt. Es geht also nicht nur um eine verstärkte Bewusstseinsbildung - diese ist äußerst wichtig im Kampf gegen Diskriminierungen – sondern auch um ökonomische Vorteile für die Betriebe durch Diversity Management.
Die Organisationen agpro und Queer Business Women stehen für Respekt, Toleranz und Wertschätzung und tragen sehr viel zur Akzeptanz des "Anders-seins" in Gesellschaft und Erwerbsleben bei. In diesem Sinne gratuliere ich den beiden Veranstaltern zum Unternehmenspreis "meritus" und unterstütze diese Initiative gerne, weil sie einerseits zur Enttabuisierung des Themas der sexuellen Orientierung in der Arbeits- und Wirtschaftswelt beiträgt und andererseits die Beseitigung von Vorurteilen und Stereotypen unterstützt."
"Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, dass Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung möglichst bald der Vergangenheit angehören. Wir müssen daher Vielfalt in jeder Hinsicht als Chance und Ressource begreifen. Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Unternehmen erkennen, dass auch personelle Vielfalt einen wirtschaftlichen Erfolgsfaktor darstellt. Es geht also nicht nur um eine verstärkte Bewusstseinsbildung - diese ist äußerst wichtig im Kampf gegen Diskriminierungen – sondern auch um ökonomische Vorteile für die Betriebe durch Diversity Management.
Die Organisationen agpro und Queer Business Women stehen für Respekt, Toleranz und Wertschätzung und tragen sehr viel zur Akzeptanz des "Anders-seins" in Gesellschaft und Erwerbsleben bei. In diesem Sinne gratuliere ich den beiden Veranstaltern zum Unternehmenspreis "meritus" und unterstütze diese Initiative gerne, weil sie einerseits zur Enttabuisierung des Themas der sexuellen Orientierung in der Arbeits- und Wirtschaftswelt beiträgt und andererseits die Beseitigung von Vorurteilen und Stereotypen unterstützt."
Mag.a Tatjana Oppitz, Generaldirektorin IBM Österreich
"GLBT spielt in unserer Diversity Strategie eine wichtige Rolle. Der Meritus Unternehmenspreis ist deshalb so besonders wichtig, weil er konkrete Aktionen bewertet und nicht nur auf Ankündigungen schaut. Als Preisträger dieser Auszeichnung im Jahr 2009 hoffe ich mit IBM weiterhin auf eine Vorbildwirkung."
"GLBT spielt in unserer Diversity Strategie eine wichtige Rolle. Der Meritus Unternehmenspreis ist deshalb so besonders wichtig, weil er konkrete Aktionen bewertet und nicht nur auf Ankündigungen schaut. Als Preisträger dieser Auszeichnung im Jahr 2009 hoffe ich mit IBM weiterhin auf eine Vorbildwirkung."
Ingrid Moritz, AK Wien, Leiterin Abt. Frau - Familie
"Das Gleichbehandlungsgesetz sieht vor, dass niemand im Arbeitsverhältnis wegen der sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Die Realität sieht jedoch anders aus. Viele Beschäftigte verschweigen aus Angst vor negativen Bewertungen und beruflichen Nachteilen ihre Homosexualität. Notwendig ist auch, gleichgeschlechtlichen PartnerInnen das Zusammenleben mit Kindern zu erleichtern. Auch die Möglichkeit der Adoption und der medizinisch unterstützen Fortpflanzung muss für sie eröffnet werden. Darüber hinaus braucht es eine Modernisierung des Familienbegriffs, der auch Kinder von LebensgefährtInnen umfasst und diesen etwa das Recht auf Pflegefreistellung gewährt. Damit die existierende Vielfalt an Lebens- und Familienformen, frei und unbeschwert gelebt werden kann, möchte ich mich in der Jury von meritus engagieren."
"Das Gleichbehandlungsgesetz sieht vor, dass niemand im Arbeitsverhältnis wegen der sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Die Realität sieht jedoch anders aus. Viele Beschäftigte verschweigen aus Angst vor negativen Bewertungen und beruflichen Nachteilen ihre Homosexualität. Notwendig ist auch, gleichgeschlechtlichen PartnerInnen das Zusammenleben mit Kindern zu erleichtern. Auch die Möglichkeit der Adoption und der medizinisch unterstützen Fortpflanzung muss für sie eröffnet werden. Darüber hinaus braucht es eine Modernisierung des Familienbegriffs, der auch Kinder von LebensgefährtInnen umfasst und diesen etwa das Recht auf Pflegefreistellung gewährt. Damit die existierende Vielfalt an Lebens- und Familienformen, frei und unbeschwert gelebt werden kann, möchte ich mich in der Jury von meritus engagieren."

Mag. Franz-Josef Lackinger, Geschäftsführer des bfi Wien
"Unsere Gesellschaft kann sich nur positiv weiterentwickeln, wenn auch alle Beteiligten involviert sind. Wesentlich dabei ist die Grundhaltung, unterschiedliche Lebensstile zu tolerieren und ihnen mit Respekt zu begegnen. Vielfalt bedeutet Bereicherung auf allen Ebenen, im privaten wie im beruflichen Kontext. Diversity im Unternehmen zu leben heißt, die unterschiedlichen Potentiale zu erkennen und zu nutzen. Und unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist nur dann erfolgreich, wenn alle Begabungen und Kompetenzen eingesetzt werden. Das gilt im gleichen Maß auch für homosexuelle Menschen mit all ihren Fähigkeiten. Vielfalt und Chancengleichheit bedingen einander und schließen Diskriminierung aus. Dazu brauchen wir ein Klima der Offenheit, in dem man sich über Vorurteile und Ausgrenzungen auseinandersetzen kann. Das bfi Wien unterstützt den meritus, weil diese Initiative ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung der Menschen ist und den Veränderungsprozess in Richtung Chancengleichheit forciert. Wir setzen uns auch deshalb dafür ein, weil unser Anspruch in die gleiche Richtung geht: wir stehen für die Förderung der Arbeitnehmer/innen und gleichzeitig für die Unterstützung der Unternehmen, Potentiale zu entdecken und zu entwickeln – unabhängig von der sexuellen Orientierung, vom Geschlecht oder von der religiösen Zugehörigkeiten, etc. In unseren Aus- und Weiterbildungsprogrammen (von Ausbildungen für Lehrlinge bis Manager/innen) legen wir auch großen Wert auf die Vielfalt der Expertisen und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen, um für alle die Chancen am Arbeitsmarkt, den Ein-, Um- und Aufstieg zu ermöglichen."
"Unsere Gesellschaft kann sich nur positiv weiterentwickeln, wenn auch alle Beteiligten involviert sind. Wesentlich dabei ist die Grundhaltung, unterschiedliche Lebensstile zu tolerieren und ihnen mit Respekt zu begegnen. Vielfalt bedeutet Bereicherung auf allen Ebenen, im privaten wie im beruflichen Kontext. Diversity im Unternehmen zu leben heißt, die unterschiedlichen Potentiale zu erkennen und zu nutzen. Und unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist nur dann erfolgreich, wenn alle Begabungen und Kompetenzen eingesetzt werden. Das gilt im gleichen Maß auch für homosexuelle Menschen mit all ihren Fähigkeiten. Vielfalt und Chancengleichheit bedingen einander und schließen Diskriminierung aus. Dazu brauchen wir ein Klima der Offenheit, in dem man sich über Vorurteile und Ausgrenzungen auseinandersetzen kann. Das bfi Wien unterstützt den meritus, weil diese Initiative ein wichtiger Schritt für die Gleichberechtigung der Menschen ist und den Veränderungsprozess in Richtung Chancengleichheit forciert. Wir setzen uns auch deshalb dafür ein, weil unser Anspruch in die gleiche Richtung geht: wir stehen für die Förderung der Arbeitnehmer/innen und gleichzeitig für die Unterstützung der Unternehmen, Potentiale zu entdecken und zu entwickeln – unabhängig von der sexuellen Orientierung, vom Geschlecht oder von der religiösen Zugehörigkeiten, etc. In unseren Aus- und Weiterbildungsprogrammen (von Ausbildungen für Lehrlinge bis Manager/innen) legen wir auch großen Wert auf die Vielfalt der Expertisen und die Entwicklung der sozialen Kompetenzen, um für alle die Chancen am Arbeitsmarkt, den Ein-, Um- und Aufstieg zu ermöglichen."
Ulrike Lunacek, Abgeordnete zum Europaparlament, Co-Vorsitzende der LGBT Intergroup im Europaparlament (www.lgbt-ep.eu)
"Ich gratuliere den Queer Business Women und agpro zur 'meritus'-Initiative! Ihr setzt damit einen Wettbewerb in Richtung 'Wer bietet mehr?' in Gang – und das ist gut so, und richtig und notwendig. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat 'Diversity Management' in Österreich noch in viel zu wenigen Betrieben Einzug gehalten. Menschen sind nur dann auch in ihrem Arbeitsleben zufrieden und motiviert, wenn ihre Fähigkeiten voll zum Tragen kommen – und das können sie nur, wenn sie frei von Ängsten leben und arbeiten können. Ich wünsche Euch und dem meritus Unternehmenspreis auch weiterhin VIEL ERFOLG!!!"
"Ich gratuliere den Queer Business Women und agpro zur 'meritus'-Initiative! Ihr setzt damit einen Wettbewerb in Richtung 'Wer bietet mehr?' in Gang – und das ist gut so, und richtig und notwendig. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern hat 'Diversity Management' in Österreich noch in viel zu wenigen Betrieben Einzug gehalten. Menschen sind nur dann auch in ihrem Arbeitsleben zufrieden und motiviert, wenn ihre Fähigkeiten voll zum Tragen kommen – und das können sie nur, wenn sie frei von Ängsten leben und arbeiten können. Ich wünsche Euch und dem meritus Unternehmenspreis auch weiterhin VIEL ERFOLG!!!"
Dr.in Roswitha Hofmann, Sozial- und Wirtschaftswissenschafterin, Mitglied der Meritus-Jury.
In Arbeitszusammenhängen begegnen wir KollegInnen, MitarbeiterInnen, Vorgesetzten, KundInnen und LieferantInnen, die sich in vielerlei Hinsicht ähneln und unterscheiden. Unsere sexuelle Orientierung spielt neben anderen Unterscheidungungsmerkmalen, wie z.B. Alter und Geschlecht, deshalb in Arbeitszusammenhängen eine Rolle, weil sie unsere sozialen Beziehungen und damit Eingebundenheit mitbestimmt. So sprechen beispielsweise heterosexuelle Menschen in der Arbeit ganz selbstverständlich über ihre Wochenendpläne und Urlaubserlebnisse mit ihrer/ihrem PartnerIn, freuen sich über eine neue Beziehung oder trauern um ihreN verstorbeneN PartnerIn. Für viele homosexuelle Menschen ist dies aufgrund des oft immer noch homophoben Klimas in Organisationen in keinsterweise selbstverständlich und möglich. Auch wird oft davon ausgegangen alle MitarbeiterInnen seien heterosexuell und werden daher grundsätzlich auf eine gegengeschlechtliche PartnerIn angesprochen. Lesben und Schwule müssen sich in solchen Situationen immer aufs Neue überlegen, ob sie sich "outen" wollen bzw. dies auch gefahrlos können. Damit Menschen, egal welcher sexuelle Orientierung, angstfrei ihrer Arbeit nachgehen und ihre soziale Beziehungen auch am Arbeitsplatz pflegen können, ist es wichtig, dass Unternehmen auch in ihrem eigenen Interesse Homophobie entgegentreten und für Heterosexuelle wie für Homosexuellen die gleichen Arbeitsbedingungen schaffen.
Ich engagiere mich - als Wissenschafterin, wie auch als Mitglied der Queer Business Women - für den Abbau von Barrieren aufgrund unterschiedlicher sexueller Orientierungen im Erwerbszusammenhang.
In Arbeitszusammenhängen begegnen wir KollegInnen, MitarbeiterInnen, Vorgesetzten, KundInnen und LieferantInnen, die sich in vielerlei Hinsicht ähneln und unterscheiden. Unsere sexuelle Orientierung spielt neben anderen Unterscheidungungsmerkmalen, wie z.B. Alter und Geschlecht, deshalb in Arbeitszusammenhängen eine Rolle, weil sie unsere sozialen Beziehungen und damit Eingebundenheit mitbestimmt. So sprechen beispielsweise heterosexuelle Menschen in der Arbeit ganz selbstverständlich über ihre Wochenendpläne und Urlaubserlebnisse mit ihrer/ihrem PartnerIn, freuen sich über eine neue Beziehung oder trauern um ihreN verstorbeneN PartnerIn. Für viele homosexuelle Menschen ist dies aufgrund des oft immer noch homophoben Klimas in Organisationen in keinsterweise selbstverständlich und möglich. Auch wird oft davon ausgegangen alle MitarbeiterInnen seien heterosexuell und werden daher grundsätzlich auf eine gegengeschlechtliche PartnerIn angesprochen. Lesben und Schwule müssen sich in solchen Situationen immer aufs Neue überlegen, ob sie sich "outen" wollen bzw. dies auch gefahrlos können. Damit Menschen, egal welcher sexuelle Orientierung, angstfrei ihrer Arbeit nachgehen und ihre soziale Beziehungen auch am Arbeitsplatz pflegen können, ist es wichtig, dass Unternehmen auch in ihrem eigenen Interesse Homophobie entgegentreten und für Heterosexuelle wie für Homosexuellen die gleichen Arbeitsbedingungen schaffen.
Ich engagiere mich - als Wissenschafterin, wie auch als Mitglied der Queer Business Women - für den Abbau von Barrieren aufgrund unterschiedlicher sexueller Orientierungen im Erwerbszusammenhang.
